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Gleichzeitig legten jedoch die Umsätze aus Programmproduktion und Programmverkauf ordentlich zu: um ganze 20 Prozent. Auch die Distributionserlöse entwickeln sich dynamisch und erhöhten sich insbesondere aufgrund höherer HD-Nutzerzahlen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent.

Das Segment Dating erwirtschaftete im ersten Quartal 2021 einen Außenumsatz von 141 Millionen Euro, immerhin 82 Millionen mehr als im Vorjahresquartal. Das liegt aber vorrangig an der Übernahme der auch organisch stark wachsenden The Meet Group im September des Vorjahres. Organisch entwickelte sich der Umsatz des Dating-Geschäfts nahezu stabil. Unter Berücksichtigung der Umsätze der The Meet Group für das erste Quartal 2020 verzeichnete das Segment einen Umsatzanstieg von 36 Prozent, wobei insbesondere der Bereich Live-Video der The Meet Group im ersten Quartal 2021 kräftig zulegte.

Lockdown-Blues im Event-Business

Im Segment Commerce & Ventures ging der Außenumsatz im ersten Quartal um acht Prozent auf 187 Millionen Euro zurück. Dies ist in erster Linie auf die Veräußerung und Entkonsolidierung des OTC-Anbieters WindStar Medical im Dezember 2020 zurückzuführen. Lässt man dies außen vor, wuchs der Umsatz des Segments organisch um zehn Prozent. Dies verdankt der Konzern vor allem dem Online-Beauty-Anbieter Flaconi. Weniger gut lief es für Portfolio-Unternehmen, die unter den Lockdown-Maßnahmen litten – unter anderem das Mietwagenvergleichsportal Billiger Mietwagen (SilverTours) sowie das Erlebnis- und Freizeitgeschäft von Jochen Schweizer Mydays.

"Wir sind auf einem sehr guten Weg, ProSiebenSat.1 immer diversifizierter und profitabler aufzustellen", sagt Rainer Beaujean, Vorstandssprecher von ProSiebenSat.1 Media. "Hier werden wir in den nächsten Monaten mit einem gestärkten Fokus auf Synergien und unsere lokalen Märkte weitere Fortschritte machen."

Werbeplus von 20 Prozent

Im Werbegeschäft erwartet Beaujean wir im zweiten Quartal "eine deutliche Verbesserung": Bereits im April habe es ein Plus von 40 Prozent bei den Werbeerlösen gegeben. "Gleichzeitig sehen wir ein noch stärker als erwartetes Wachstum im Segment Entertainment außerhalb des Werbegeschäfts sowie in den Segmenten Dating und Commerce & Ventures."

Dementsprechend freundlicher sieht daher auch der weitere Ausblick aus: Der Konzern erhöht seine Gesamtjahresprognose für den Umsatz um jeweils 100 Millionen Euro auf eine Bandbreite von 4,25 Milliarden Euro bis 4,45 Milliarden Euro. Für das adjusted EBITDA wird die Erwartung von 720 bis 780 Millionen Euro auf nunmehr 750 bis 800 Millionen Euro angehoben.



Manuela Pauker
Autor: Manuela Pauker

leitet das Medienressort der gedruckten W&V. Blattmacherin wollte sie schon früh werden, doch leider gab es zum 14. Geburtstag statt des erhofften Kopierers (zum Produzieren einer Zeitschrift) einen Wandteppich zum Selbstknüpfen. Printmedien blieben dennoch ihre Leidenschaft – auch wenn sie parallel zum TV-Serienjunkie wurde